Eine positive Haltung und Hilfe von Experten

27.02.2017 Eva Windhausen

Vor fast 20 Jahren ging bei der Sternberg-Dental-Labor GmbH in Gesecke im Kreis Soest eine vielversprechende Bewerbung ein: Eine Frau mit Hörbehinderung interessierte sich für eine Stelle als Zahntechnikerin. Sie schien perfekt für die Aufgabe zu sein, und die Chefin des Labors, Karin Schulz, wollte die Bewerberin sehr gerne einstellen. Sie war aber etwas unsicher, ob und wie das im Arbeitsalltag funktionieren würde und was sie würde beachten müssen.

Sie wandte sich daher an eine Beratungsstelle des LWL, die genau für solche Situationen zur Verfügung steht: den Fachdienst für Menschen mit Hörbehinderung. Die Stelle unterstützt sowohl Unternehmen, die, wie das Dental-Labor, gern einen Menschen mit einer Hörbehinderung einstellen wollen, aber auch die (angehenden) Arbeitnehmer mit Handicap.

Die Experten helfen bei allen Fragen weiter, bauen Barrieren ab – auch solche im Kopf –, und unterstützen dabei, die Zusammenarbeit im Arbeitsalltag optimal für alle Beteiligten zu gestalten.

Wie Inklusion am Arbeitsplatz dadurch, aber auch durch die positive Haltung aller Beteiligten klappt, zeigt dieser schöne Film am Beispiel des Dental-Labors.

Weitere Infos und Unterstützung zu diesem Thema und auch bei anderen Formen von Behinderungen bekommen Arbeitgeber wie Arbeitnehmer bei den Integrationsfachdiensten in Deutschland. Sie alle gehören jeweils zu einem so genannten Inklusionsamt. In NRW sitzt eines dieser Ämter in Münster  das LVR-Inklusionsamt  und eines in Köln. Auch in den anderen Bundesländern gibt es solche Standorte mit entsprechenden Fachdiensten, die die Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber in der jeweiligen Region unterstützen. Welcher Fachdienst für euch zuständig ist, könnt ihr mit der Integrationsfachdienst-Suche auf den Seiten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Inklusionsämter und Hauptfürsorgestellen (kurz: BIH) herausfinden. Dafür einfach die Postleitzahl eingeben oder auf das jeweilige Bundesland in der Karte klicken.