5 Dinge, die ihr noch nicht über Budapest wusstet

13.02.2017 Eva Windhausen

In dieser Serie stellen wir euch interessante, bunte und manchmal kuriose Fakten aus Städten in Europa und der Welt vor und werfen dabei auch einen Blick auf die Inklusion. Heute: Budapest, die Hauptstadt und zugleich größte Stadt von Ungarn.


Viele kennen ihn, viele lieben ihn, manche hassen ihn: Den bunten Zauberwürfel „Rubik’s cube“, den man bis zur Verzweiflung in alle Richtungen verdrehen kann und ihn doch nie wieder so hinkriegt, wie er am Anfang aussah. Dieses Spielzeug ist die Erfindung eines Bauingenieurs namens Ernő Rubik – und der stammt aus Budapest.

In der ungarischen Hauptstadt steht weltweit die zweitgrößte Synagoge der Welt. Nur in New York gibt es ein noch größeres Gebäude.

In manchen Städten wirft man Münzen in Brunnen, in anderen reibt man die Vorderseite von Metallstatuen, um nicht dick zu werden. Zum Beispiel in Budapest, wo vor der Basilica von San Esteban ein korpulenter Polizist aus Bronze steht, mit dem ein kurioser „Bauch-Brauch“ verbunden ist: Wer den rundlichen Vorbau des metallenen Gesetzeshüters reibt, soll dadurch selbst sein Leben lang vor Übergewicht geschützt sein.

Auch in Ungarn gilt die Pflicht für Unternehmen ab einer bestimmten Größe, mindestens fünf Prozent Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Die Behindertenpolitik in Ungarn insgesamt wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auch auf einem guten Weg gesehen: Die Leistungen für Menschen mit Behinderung seien hier zwar noch nicht auf dem hohen Niveau der nordischen Länder, aber gut zugänglich und großzügig.

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LINKTIPP
Der Bayerische Rundfunk hat eine schöne Reportage über ein Unternehmen veröffentlicht, das direkt in Budapest sitzt und in dem drei Viertel der Menschen in der Belegschaft eine Behinderung haben: Das Café Nem Adom Fel in Budapest. Hier geht es zur Geschichte.[/lgc_column]

Integrationsunternehmen heißen in Ungarn zwar nicht offiziell so, es gibt aber Firmen, die sich diesem Modell annähern und die gleichen Ziele verfolgen – zum Beispiel die gemeinnützige GmbH Napra Forgó (zu Deutsch: „Sonnenblume“), eine Nonprofit-Zeitarbeitsfirma. Sie wurde schon vor 16 Jahren gegründet und liegt ganz knapp außerhalb der Hauptstadt. Ihr Ziel: Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt integrieren.

Foto in diesem Artikel: www.pixelio.de